Die therapeutische Beziehung

Empirische Ergebnisse der Therapieforschung zur Therapeut-Klient-Beziehung

Cognitive Behavioural Therapy, Gestalt psychotherapy, PsychoanalysisResearchQualitative researchGerman
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Abstract

Es wird ein Überblick über die empirische Literatur zur Therapeut-Klient-Beziehung gegeben. Dabei wird untersucht, inwieweit es sinnvoll ist, eine gezielte Zuordnung von Therapeut und Klient vorzunehmen und welche Wirkungen verschiedene therapeutische Stile unmittelbar auf den Prozess der Therapie oder längerfristig auf den Erfolg der Behandlung haben. Im speziellen werden folgende Stile untersucht: therapeutische Wärme, direktiv-nondirektiv, Ambiguität-Klarheit, emotionaler Ausdruck des Therapeuten, therapeutische Selbsteröffnung und diverse sonstige. Die Ergebnisse sind zum Teil uneinheitlich und entsprechen nicht immer den naiven Annahmen. Sie deuten auf die Notwendigkeit weiterer Forschung hin, die auf gezielte Problemgruppen und Messmittel bezogen ist. Darüber hinaus werden Studien berichtet, die verschiedene therapeutische Schulen empirisch miteinander vergleichen (vor allem Psychoanalyse, Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie und Gestalttherapie). Weiterhin wird die Rolle der Vorerwartungen auf Seiten des Klienten wie auch des Therapeuten untersucht. Die Analyse der Erfahrung des Therapeuten, die Bedeutung seiner eigenen psychischen Probleme und ihrer Bearbeitung bildet als Themenkomplex den Abschluss des Beitrages. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass sich die therapeutischen Schulen auch hinsichtlich therapeutischer Stile trennen lassen, dass aber keines der vorliegenden Beziehungsmodelle hinreichend ist.

APA citation

Zimmer, D. (1983). Empirische Ergebnisse der Therapieforschung zur Therapeut-Klient-Beziehung. In D. Zimmer (Ed.), Die therapeutische Beziehung (pp. 12-28). Weinheim: Edition Psychologie.